Wahlprogramm
Wohlfühlstadt Heidelberg - Unsere Stadt!
Kommunalpolitisches Programm 2009 bis 2014
Wohlfühlstadt Heidelberg - Unsere Stadt!
Familie
Kinder und Jugend
Senioren
Soziales
Menschen mit Behinderung
Integration
Kinderbetreuung
Schulen
Hochschule und Forschungseinrichtungen
Umwelt und Natur
Stadtentwicklung und Wohnen
Handel, Handwerk, Gewerbe und Mittelstand
Gastronomie und Tourismus
Sicherheit
Verkehr
Ehrenamt Vereine und Sport
Kultur
Wohlfühlstadt Heidelberg - Unsere Stadt!
Heidelberg ist eine der
schönsten Städte der Welt. Neben der historischen Altstadt
prägen auch die einzelnen Stadtteile mit ihrem unverwechselbaren
Charakter unser Stadtbild.
Heidelberg ist aber auch eine moderne Stadt, die in die Zukunft blickt und deren Einrichtungen in modernen Technologiebereichen bereits heute internationale Maßstäbe setzen. Diese Standortqualitäten muss die Stadt künftig selbstbewusster nutzen, um sich im zunehmenden Wettbewerb der Städte gewinnbringend zu positionieren.
Universität und Wirtschaft fordern zu Recht, dass wir ihnen mit einer optimalen Infrastruktur attraktive Entwicklungschancen bieten, damit sie in Heidelberg bleiben oder sich neu ansiedeln können.
Wir wünschen uns eine lebendige und im Einklang mit Natur und Umwelt wachsende Stadt. In den vergangenen Jahren hat Heidelberg eine ehrgeizige Umweltpolitik betrieben. Daran wollen wir anknüpfen. Wir plädieren deshalb für eine strenge Abwägung der Interessen im Umgang mit unbebauten Flächen. Die einmalige landschaftliche Lage Heidelbergs am Ausgang des Neckartals, ist für unsere Planungen Herausforderung und Verpflichtung. Oberster Maßstab unserer Politik aber sind und bleiben für uns die hier lebenden Menschen, die sich in unserer Stadt wohlfühlen sollen.
Unsere Stadt hat großartige Entwicklungschancen in fast allen Bereichen der Kommunalpolitik. Viele davon sind in den vergangenen Jahren nicht genutzt worden. Heidelberg muss wieder Mut zu großen Entscheidungen haben. Zukunftsweisende Projekte dürfen nicht nur diskutiert, sondern müssen auch in Angriff genommen werden. Wichtig ist es, Fördergelder von Europa, Bund und Land nach Heidelberg zu leiten.
Die CDU will in den kommenden fünf Jahren die Entscheidungen in den Schwerpunktbereichen Heidelbergs, wie Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, Verbesserung der Infrastruktur, Entwicklung des Kinderbetreuungs- und Schulwesens forcieren, um unsere Stadt nach vorne zu bringen.
Der Anfang ist bereits gemacht, Heidelberg hat einen Oberbürgermeister, mit dem wichtige Ziele unseres Kommunalwahlprogramms umgesetzt werden können.
Heidelberg ist aber auch eine moderne Stadt, die in die Zukunft blickt und deren Einrichtungen in modernen Technologiebereichen bereits heute internationale Maßstäbe setzen. Diese Standortqualitäten muss die Stadt künftig selbstbewusster nutzen, um sich im zunehmenden Wettbewerb der Städte gewinnbringend zu positionieren.
Universität und Wirtschaft fordern zu Recht, dass wir ihnen mit einer optimalen Infrastruktur attraktive Entwicklungschancen bieten, damit sie in Heidelberg bleiben oder sich neu ansiedeln können.
Wir wünschen uns eine lebendige und im Einklang mit Natur und Umwelt wachsende Stadt. In den vergangenen Jahren hat Heidelberg eine ehrgeizige Umweltpolitik betrieben. Daran wollen wir anknüpfen. Wir plädieren deshalb für eine strenge Abwägung der Interessen im Umgang mit unbebauten Flächen. Die einmalige landschaftliche Lage Heidelbergs am Ausgang des Neckartals, ist für unsere Planungen Herausforderung und Verpflichtung. Oberster Maßstab unserer Politik aber sind und bleiben für uns die hier lebenden Menschen, die sich in unserer Stadt wohlfühlen sollen.
Unsere Stadt hat großartige Entwicklungschancen in fast allen Bereichen der Kommunalpolitik. Viele davon sind in den vergangenen Jahren nicht genutzt worden. Heidelberg muss wieder Mut zu großen Entscheidungen haben. Zukunftsweisende Projekte dürfen nicht nur diskutiert, sondern müssen auch in Angriff genommen werden. Wichtig ist es, Fördergelder von Europa, Bund und Land nach Heidelberg zu leiten.
Die CDU will in den kommenden fünf Jahren die Entscheidungen in den Schwerpunktbereichen Heidelbergs, wie Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, Verbesserung der Infrastruktur, Entwicklung des Kinderbetreuungs- und Schulwesens forcieren, um unsere Stadt nach vorne zu bringen.
Der Anfang ist bereits gemacht, Heidelberg hat einen Oberbürgermeister, mit dem wichtige Ziele unseres Kommunalwahlprogramms umgesetzt werden können.
Familie
Als christliche Demokraten wollen wir die Familie als Fundament
der Gesellschaft stärken und die Voraussetzungen schaffen, dass
Familie mit Kindern in unserer heutigen modernen Welt auch wirklich
gelebt werden kann. Dafür müssen wir einen neuen Rahmen schaffen
und der Veränderung in unserer Gesellschaft Rechnung tragen. Dazu
gehört der Ausbau von flexiblen, auf die Bedürfnisse der Familien
abgestimmten, Betreuungsangeboten für Kinder aller Altersgruppen,
sowie die Förderung von Mehrgenerationenhäusern, die
generationenübergreifend die Möglichkeit nachbarschaftlicher
Begegnung, Förderung für Kinder und Beratungsangebote für Familien
bieten, beispielsweise durch die Unterstützung und Betreuung junger
Mütter durch das Hebammenmodell. Insbesondere müssen
einkommensschwache Familien mit gezielten Maßnahmen gefördert
werden. Dazu gehören neben dem Angebot von kostengünstigem
Wohnraum, vor allem Nachlässe auf Eintrittspreise städtischer
Einrichtungen und die Anhebung der Einkommensgrenze für das Angebot
des Heidelberg Passes. Eine moderne, kommunale Gleichstellungspolitik
soll sich vor allem an den Erwartungen und Lebensentwürfen von
Männern und Frauen in allen Lebensphasen orientieren. Dieses
voranzubringen, ist ein ebenso wichtiges Ziel auf allen Ebenen der
Gesellschaft wie die notwendige Anpassung der Rahmenbedingungen für
Männer und Frauen, die sich für eine Kombination aus Familien- und
Erwerbsarbeit entschieden haben. Die Bekämpfung von Gewalt, vor
allem gegen Frauen, ist ein wichtiges Thema auf kommunaler Ebene. Die
Unterstützung entsprechender Institutionen und Projekte ist eine
ernstzunehmende Verpflichtung.
Kinder und Jugend
Die soziale Herkunft junger Menschen darf nicht über ihre Zukunft entscheiden. Neben der Sicherstellung der Betreuung von Kindern jeder Altersgruppe ist es vor allem wichtig, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten. Wir fordern daher ein freies, gerechtes und leistungsfähiges Bildungs- und Betreuungssystem und den bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagesschulen. Hierbei ist die Kooperation mit den in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Organisationen der Kirche und freier Träger zu verbessern und auszubauen. Die Unterstützung von Projekten zur Frühförderung muss ebenso zu einer Selbstverständlichkeit werden, wie gezielte Sprachförderung, verbindliche Sprachtests und schulbegleitende Sprachprogramme. In Zusammenarbeit mit privaten Trägern soll auf Kinder und Jugendliche mit Streetworkern und anderen Angeboten zugegangen werden (z.B. Sportkurse, Jugendzentren...). Die Stadt soll die Zusammenarbeit mit Vereinen und privaten Trägern, mit Projekten der offenen Jugendarbeit und ihren vielseitigen Angeboten für Jugendliche intensivieren. Die Kommune sollte hier jedoch koordinierend tätig sein. Die CDU setzt sich für die Schaffung einer Jugendhalle ein, die allen Jugendlichen zur Verfügung steht. Da Schulen mehr und mehr ganztägigen Unterricht anbieten, muss die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen koordiniert werden. Jugendliche müssen weiter in Vereinen und Jugendzentren usw. tätig sein können. Formen der Selbstorganisation von Jugendlichen sollen gefördert werden. Die Politik darf hier nicht bevormunden, sondern muss ein Partner im gegenseitigen Dialog sein. In Kooperation mit den Kinderbeauftragten, sollen Konzepte für kindersicheren Straßenverkehr entwickelt werden. Dazu gehören beispielsweise sichere Radwege, die übersichtliche Gestaltung von Ampelanlagen und Zebrastreifen, sowie das weitere Aufstellen von Geschwindigkeitsanzeigern.Senioren
Viele ältere Menschen möchten ihre Erfahrungen in die Gesellschaft einbringen. Wir wollen deshalb ihre Kompetenz und ihr Engagement nutzen und in die kommunalen Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse einbinden. Die Einrichtung einer Anlaufstelle zur Vermittlung ehrenamtlicher Leistungen ist zu prüfen. Die Bildung eines „Runden Tisches“, an dem Vertreter von Organisationen der Seniorenarbeit, der Akademie für Ältere, städtische Ämter und die kirchlichen Einrichtungen teilnehmen, gibt der Stadt und dem Gemeinderat die Gelegenheit, alternsrelevante Themen einzubringen. Hierzu gehört beispielsweise die Koordination von ehrenamtlichen Aktivitäten, ohne bürokratische Hürden. Die Seniorenzentren leisten als wohnortnahe Einrichtungen wertvolle Hilfe. Sie tragen dazu bei, dass Ältere innerhalb ihres gewohnten Umkreises ein selbstbestimmtes Leben führen können. Die Akzeptanz der Zentren soll gefördert und ihr vielfältiges Angebot unterstützt werden. Das Miteinander und das Verständnis der Generationen soll durch gemeinsame Veranstaltungen gefördert werden.Soziales
Sozialleistungen müssen jenen
zugute kommen, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Kommune ist dabei
erster Ansprechpartner im Sozialbereich; dieser Tatsache muss sie sich
bewusst sein und ihr gerecht werden. Dabei gilt der Grundsatz: Je
früher die Hilfe einsetzt, desto wirkungsvoller und
kostengünstiger kann sie sein. Das Ziel muss sein, Hilfe zur
Selbsthilfe nachhaltig zu verwirklichen.
Armut ist auch in einer wohlhabenden Stadt wie Heidelberg ein Problem. Der 2007 veröffentlichte "Bericht über die soziale Lage" hat gezeigt, dass bereits heute rund 8 %
der Heidelberger Bevölkerung arm oder armutsgefährdet sind. Darüber hinaus ist erkennbar, dass zukünftig weitere Armutsrisiken entstehen werden. Armut zu bekämpfen ist daher ein wichtiges Ziel für die CDU.
Durch die Unterstützung von Streetworkern und problembezogenen Projekten, müssen unsere sozialen Brennpunkte abgebaut werden. Hier zeigt sich, dass insbesondere durch eine stärkere Förderung der Integrationsarbeit die kritischen Bereiche entschärft werden können. Darüber hinaus sollte bei spezifischen Sachverhalten ein Fallmanagement installiert werden.
Armut ist auch in einer wohlhabenden Stadt wie Heidelberg ein Problem. Der 2007 veröffentlichte "Bericht über die soziale Lage" hat gezeigt, dass bereits heute rund 8 %
der Heidelberger Bevölkerung arm oder armutsgefährdet sind. Darüber hinaus ist erkennbar, dass zukünftig weitere Armutsrisiken entstehen werden. Armut zu bekämpfen ist daher ein wichtiges Ziel für die CDU.
Durch die Unterstützung von Streetworkern und problembezogenen Projekten, müssen unsere sozialen Brennpunkte abgebaut werden. Hier zeigt sich, dass insbesondere durch eine stärkere Förderung der Integrationsarbeit die kritischen Bereiche entschärft werden können. Darüber hinaus sollte bei spezifischen Sachverhalten ein Fallmanagement installiert werden.
Menschen mit Behinderung
Die Stadt muss darauf hinwirken, dass
behinderte Menschen reibungsloser in den Arbeitsmarkt integriert und
aktiv bei diesem Prozess begleitet werden. Es darf nicht nur mit der
üblichen finanziellen Unterstützung sein Bewenden haben.
Der barrierefreie Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen der Stadt muss für alle gewährleistet sein; obwohl hier schon viel erreicht wurde, sind dennoch an vielen Stellen Verbesserungen notwendig.
Die CDU begrüßt und unterstützt die Arbeit des Behindertenbeirates; sie ist ein entscheidender Baustein für die Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft und ein wichtiges Bindeglied sowie eine Koordinationsstelle für die gute ehrenamtliche Arbeit, die in diesem Bereich geleistet wird.
Insbesondere die Betreuung während der Ferienzeiten muss hier ausgebaut werden. Wir wollen, dass alle Kindertagesstätten einen hohen Standard aufweisen und unterstützen weiter deren Ausbau und die Modernisierung dieser Einrichtungen.
Für den Übergang in die Schule ist die Sprachförderung in der Krippe und im Kindergarten von eminenter Bedeutung. Um allen Kindern gleich gute Chancen für den Schuleinstieg zu ermöglichen, soll das letzte Kindergartenjahr verstärkt auf die Grundschule vorbereiten.
Die ganztägige Angebotsschule soll für alle Jahrgangsstufen gelten. Dazu zählt die Verlässlichkeit des Schulunterrichts, der weitere Ausbau der Betreuungsanbote, die Zusammenarbeit mit unseren Vereinen und Ausbildungsbetrieben genauso wie der baulich und optisch einwandfreie Zustand und eine Ausstattung, die den Anforderungen an eine moderne Schule gerecht wird.
Auch die in Heidelberg vorhandenen Privatschulen sind von hervorragender Qualität und verdienen weiterhin unsere Förderung.
Die beruflichen Schulen und die unterschiedlichen Einrichtungen zur beruflichen Weiterbildung erfüllen wichtige Aufgaben und leisten wertvolle Beiträge zur Qualifizierung unserer Auszubildenden. Um den Jugendlichen in Heidelberg optimale Berufschancen zu eröffnen, muss die Stadt die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben verstärken, damit ausreichend Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen
angeboten werden können.
Um Heidelberg weiterhin als Wissenschaftsstandort zu sichern und auszubauen, muss die Kommunalpolitik gute Rahmenbedingungen für die universitären Einrichtungen, Hochschulen und Forschungsstätten schaffen.
Hierzu zählen vor allem Ausbaumöglichkeiten auf dem Universitätsgelände, um genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, die weitere Förderung des Semestertickets und die Schaffung einer guten Verkehrsinfrastruktur, die Jobbörse, Vergünstigungen für Studenten in den städtischen Einrichtungen und die kommunale Unterstützung der Betreuungseinrichtungen für Kinder.
Daher setzt sich die CDU dafür ein, dass Heidelberg seinen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele und der CO2-Reduktion leistet. Die effiziente Sanierung städtischer Gebäude ist vorbildlich für den schonenden Umgang mit Energie.
Sanierungsmaßnahmen schonen nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch Geld. Wir setzen uns deshalb für eine konsequente Fortführung dieser Maßnahmen ein.
Zudem wollen wir einen attraktiveren Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV), der den Umstieg vom Auto auf Bus und Schiene erleichtert. Dieser Umstieg kann aber nur freiwillig geschehen und muss durch ein gutes Angebot gefördert werden.
Den Heidelberger Wald wollen wir mit seinem ökologischen Nutzen und als Erholungsraum erhalten und schützen. Die landwirtschaftlichen Betriebe und die Kleingärtner nehmen eine wichtige Funktion für das ökologische Gleichgewicht, aber auch für die Nahversorgung, mit frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln in Heidelberg wahr. Daher müssen diese Flächen geschützt werden.
Die Menschen haben ein Recht darauf, vor zu hohen Lärmwerten geschützt zu werden. Das Land Baden Württemberg erstellt deshalb Lärmkarten, auch für die Stadt Heidelberg. Wir werden verantwortungsvoll mit dem Ergebnis umgehen und dieses in unsere Arbeit einfließen lassen.
Wir stehen für den Erhalt zentraler Grünflächen in dicht besiedelten Stadtteilen. Sie dienen nicht nur als grüne Lunge, sondern tragen wesentlich zu einem angenehmen Wohnumfeld bei. Auch muss die Pflege der öffentlichen Grünflächen und des
Straßenraums verbessert werden.
Die CDU setzt sich für einen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Erwerb und Einsatz von Energie ein. Die Förderung und der Einsatz von erneuerbaren Energien soll Vorrang haben. Konkret stehen wir für die Versorgung von Neubaugebieten mit Fernwärme und die Umsetzung des Passivhauskonzeptes sowie eine weitere Förderung von Fahrzeugen mit alternativen Energien.
Entsprechend verdienen die Gestaltungsmaßnahmen Vorrang, die entweder das historische Stadtbild stärken oder den Charakter der Wissenschaftsstadt Heidelberg kräftigen.
Zur ersten Gruppe gehören die Umsetzung des Projekts „Stadt am Fluss“ mit dem Neckarufertunnel für die B 37 und die Belebung der Altstadt durch hochwertige innerstädtische Einzelhandelsflächen, sowie durch die Aufwertung der Seitenstraßen zur Hauptstraße.
Zur zweiten Gruppe zählen der Bau eines Tagungszentrums in angemessener Größe, die Bereitstellung von Gelände für wissenschaftliche Institute, z.B. in Neuenheim und der Bahnstadt und die verkehrsmäßig optimale Verknüpfung der Universitätseinrichtungen.
Neben der Heidelberg prägenden Altstadt dürfen die anderen Stadtteile nicht vernachlässigt werden. Sie haben, teilweise über Jahrhunderte der Eigenständigkeit hinweg, typische Charaktere ausgebildet, die sie liebenswert machen und die nicht vernachlässigt werden dürfen. Innerhalb dieses Rahmens ist durch gezielte Maßnahmen die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Wohnungssituation besonders für junge Familien zu erleichtern. Überall ist konsequent auf die Sauberkeit und Pflege der Grünanlagen und der Verkehrswege zu achten.
An der Lage Heidelbergs erkennt man deutlich, dass „Fläche“ ein wertvolles Gut ist, mit dem man vorausschauend und sparsam umgehen muss. Letzte zusammenhängende Agrarflächen, wie z.B. das Handschuhsheimer Feld, verdienen besonderen Schutz.
Entsprechend darf das „Bauen auf der grünen Wiese“ nur noch in begründeten Ausnahmefällen unterstützt werden.
Stattdessen sind z. B. innerstädtische Brachflächen sinnvoll zu erschließen. Ein besonderes Augenmerk muss deshalb gelegt werden auf die Entwicklung der Bahnstadt mit den drei Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten und Forschen sowie die Aufwertung Bergheims nach dem Auszug der Kliniken durch hochwertige Einzelhandelsflächen und durch Wohnungen.
Sofern die amerikanischen Streitkräfte durch Verlagerungen Wohnraum freigeben, muss deren reibungslose Übernahme gewährleistet sein.
Unsere Stadtteilmittelpunkte müssen als funktionierende Nahversorgungszentren fungieren können. Die CDU setzt sich daher für den Erhalt unserer Stadtteilmittelpunkte als Nahversorgungszentren ein.
Die Attraktivität Heidelbergs als Einkaufsstandort muss gesteigert werden. Zur Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels sind in der Kernaltstadt zusätzliche Flächen für attraktive Handelshäuser insbesondere aus dem Textilbereich nötig. Nur dadurch kann der beginnende Abwärtstrend hin zu Ramsch-Läden und Schnellimbissen aufgehalten werden. Heidelberg muss mit seiner einzigartigen Aufenthaltsqualität wieder als Oberzentrum für den mittelständischen Facheinzelhandel in der Region wahrgenommen werden. Neben einem aktiven City- Management, fordert die CDU die Einrichtung eines Parkleitsystems, niedrigere Parkgebühren und die Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Sauberkeit der Stadt.
Heidelberg hat nicht nur einen exzellenten Ruf als Wissenschafts- und Tourismus-Metropole, sondern ist auch ein wichtiger Kultur- und Wirtschaftsstandort. Viele Festivals und Kongresse haben sich in unserer Stadt bereits etabliert. Zum Erhalt und zum weiteren Ausbau dieser wichtigen Bereiche benötigt Heidelberg ein modernes Konferenzzentrum mit ausreichender Kapazität.
Für Heidelberg ist es von besonderer Bedeutung ein günstiges Wirtschaftsklima zu gestalten. Hierbei muss die Zusammenarbeit mit den Verbänden der Wirtschaft und den Vertretern von Handel und Handwerk, aber insbesondere auch mit der Universität und deren Netzwerken verbessert werden. Wirtschaftskonferenzen, Branchentreffen und Technologiepark-Forum bieten gute Ansätze, sollten aber durch attraktivere Plattformen verbessert werden. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf eine funktionierende Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu legen.
Eine Expansion bestehender Wirtschaftsbetriebe oder die Ansiedelung neuer Unternehmen ist nur möglich, wenn genügend Gewerbeflächen zur Verfügung stehen.
Die CDU setzt sich dafür ein, dass die Erweiterungen der Technologieparks und das Gewerbeflächenentwicklungskonzept zügig umgesetzt werden. Auch bei der Entwicklung der Bahnstadt sind ausreichend Gewerbeflächen vorzusehen.
Um dies weiterhin zu erhalten, sind neue Konzepte der Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Stadtverwaltung notwendig. Neben einem Image– und Bewusstseinswandel müssen unbedingt neue Strukturen geschaffen werden, innerhalb derer junge Unternehmer mit pfiffigen und modernen Geschäftsideen diese in der Heidelberger Altstadt verwirklichen und umsetzen können.
Damit Heidelberg weiterhin einer der bekanntesten touristischen Anziehungspunkte in Europa bleibt, muss neben einem modernen Kongressmarketing vor allem die Aufenthaltsqualität in der Altstadt und am Schloss angehoben werden.
Neben dem Konzept "Stadt am Fluss" sind eine Verbesserung des Erscheinungsbildes der Schlossgärten, inklusive Toilettenanlagen und eine bessere Erreichbarkeit des Schlosses, z.B. durch ein Kombiticket (Öffentlicher-Personen-Nahverkehr und Bergbahn mit Schlosseintritt), aber auch Parkplätze notwendig.
Die CDU fordert eine Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten. Zudem soll gemeinsam mit den Betreibern des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) geprüft werden, ob eine Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln realisierbar ist und in wieweit damit die Sicherheit der Fahrgäste erhöht werden kann.
Die CDU steht für die Beseitigung von Angsträumen. Hierzu sind Straßen, Plätze und Haltestellen ausreichend auszuleuchten und übersichtlich zu gestalten.
Wichtig dabei ist auch, dass die Stadt dafür Sorge trägt, dass auf Straßen und Plätzen Sauberkeit herrscht, die auch optisch zum Sicherheitsgefühl beiträgt.
Fußgänger – ob groß oder klein – nehmen eine schwache Position im Straßenverkehr ein. Ihre Sicherheit ist uns wichtig; es ist deshalb auch eine Entflechtung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs an zu streben.
Um die Umweltbelastungen durch den Verkehr konsequent zu verringern, ist dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in den Bereichen, in denen es sinnvoll ist, der Vorrang einzuräumen.
Um den Umstieg zum Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu erleichtern, fordern wir bessere Park & Ride Möglichkeiten, auch an den Bahnhöfen und S-Bahn Haltepunkten, sowie die Erweiterung des Straßenbahnnetzes durch Linien in das Neuenheimer Feld und in die Bahnstadt. Auch die Schaffung einer attraktiven Busverbindung zwischen den Stadtteilen Rohrbach, Kirchheim und Pfaffengrund ist notwendig. Eine bessere Vertaktung der Linien und die Einführung eines preisgünstigen Stadtteiltickets für Kurzstrecken in allen Stadtteilen sind wichtig, um die Attraktivität des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) auch in den Randzonen zu fördern. Als zentrale Umsteigepunkte sind die Platzsituationen und die Umsteigebeziehungen am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof zu optimieren.
Trotz aller Optimierung des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) kann doch nicht jede Fahrt mit Bus oder Bahn abgewickelt werden. Ein wichtiges Verkehrsmittel wird deshalb auch in Zukunft das Auto bleiben. Die einseitige ideologisch geprägte Verkehrspolitik der Vergangenheit muss ein Ende haben. Darüber hinaus kosten Staus Zeit und Geld. Sie schaden der Umwelt und unserer Gesundheit.
Flüssiger Verkehr auf den Durchgangsstraßen entlastet die Wohngebiete vom Schleichverkehr und senkt die Geräusch- und Abgasbelastung auf den Durchgangsstraßen selbst.
Wir befürworten deshalb schnelle Nord-Süd und Ost-West Verbindungen und die Schaltung von Grünen Wellen speziell auf diesen Strecken. Insbesondere sind die Einfahrten nach Heidelberg (z.B. die Optimierung der Berliner Straße) flüssiger zu gestalten. Wir verfolgen mittelfristig den Plan einer fünften Neckarquerung zwischen Wieblingen und dem Neuenheimer Feld. Kreisverkehre sind da, wo es sinnvoll ist, einzurichten. Bushaltebuchten fördern Sicherheit und Verkehrsfluss und werden, wo möglich, wieder hergestellt.
Wir fordern weiter die Optimierung des Ampel-Aus-Programms zu verkehrsschwachen Zeiten und bauen weiter verstärkt auf die Einrichtung des Grünen Pfeils.
Auch stehen wir für den Bau weiterer Tiefgaragen an geeigneten Stellen, um das Parkplatzproblem, gerade auch in der Innenstadt, zu entschärfen.
Die Sicherheit im Bereich von Schulen, Schulwegen, Kindergärten und Altenheimen muss durch entsprechende verkehrslenkende Maßnahmen hergestellt und gewährleistet sein.
Wir wollen die Direktanbindung des Rohrbacher Gewerbegebiets an die B535/L600, um damit einerseits Rohrbach vom Verkehr zu entlasten und andererseits die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets zu erleichtern.
Als vordringliche Maßnahme muss die Anbindung des Neuenheimer Feldes konsequent verbessert werden. Allein mit dem Ausbau des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in diesem Bereich ist das zukünftig wachsende Verkehrsaufkommen ins Neuenheimer Feld nicht zu bewältigen. Die Entflechtung der Kreuzungssituationen und der durchgängige 4-spurige Ausbau der Strecke über die Ernst-Walz-Brücke bis zur Berliner Straße muss schnellstmöglich umgesetzt werden.
Die Verlegung der B37 in einen Neckarufertunnel befürworten wir ausdrücklich.
Wir befürworten den weiteren Ausbau und die Optimierung des bestehenden Fahrradwegenetzes in Heidelberg und den Bau eines bewachten Fahrradparkhauses am Hauptbahnhof. Das wilde Abstellen von Fahrrädern auf dem Bahnhofsvorplatz muss dafür unterbunden und der Platz wieder attraktiv als Eingangstor von Heidelberg gestaltet werden.
Wir möchten zukünftig mehr Angebote an Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen für unsere ehrenamtlich Tätigen durchsetzen. Dabei sollen die im Ehrenamt erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen durch Zertifikate Anerkennung finden und das Angebot besser durch die Stadt koordiniert werden. Dies kann zum Beispiel durch die Einführung eines „Ehrenamtspasses“ erreicht werden.
Vereine und ehrenamtlich Tätige müssen bei der Umsetzung ihrer Aktivitäten von finanziellen und bürokratischen Erschwernissen entlastet werden. Hier sollte eine zentrale Anlaufstelle in der Stadtverwaltung aufgebaut werden und ein eindeutiger Vorrang für die im Stadtteil aktiven Vereine bei der Vergabe von Hallen und Räumlichkeiten gewährt werden.
Sportliche Betätigung dient nicht nur der Erhaltung der Gesundheit, sondern hat darüber hinaus wichtige persönlichkeitsprägende, gemeinschaftsbildende und integrative Funktionen, insbesondere auch für Migranten. Das Rückgrat bilden hierbei die zahlreichen Sportvereine mit ihren tausenden von Mitgliedern. Diesen müssen nicht nur attraktive Sportstätten gestellt werden, sondern auch genügend Fördergelder bereit gehalten werden, damit sie ihre Vereinssportstätten pflegen und instand halten können.
Die Zusammenarbeit der Vereine mit den Schulen soll verbessert werden. Heidelberg hat in vielen Bereichen Spitzenathleten, die durch ihre herausragenden Leistungen überregionale Bekanntheit erreicht haben. Sie sind damit Ansporn und Vorbild für die Jugend und den Breitensport. Eine gezielte Förderung für den Nachwuchs auch im Leistungssport ist daher genauso notwendig wie die allgemeine Jugendsportförderung.
Darüber hinaus hat sich in Heidelberg, neben dem hervorragenden traditionellen Angebot, eine Vielfalt an attraktiven, kleineren kulturellen Einrichtungen etabliert.
Um dies zu erhalten und innovativen Projekten mehr Chancen zu geben, streben wir neben der kommunalen Projektförderung mehr Partnerschaften mit der Wirtschaft im Rahmen eines Kultursponsorings an.
Hier haben sich bereits viele überregional beachtete Veranstaltungen wie der Heidelberger Frühling, Enjoy Jazz, Filmfestspiele, Heidelberger Literaturtage und nicht zuletzt unsere Schlossfestspiele einen guten Ruf geschaffen. Diese gilt es zu erhalten und weiter zu entwickeln. Auch sollte die Stadt zukünftig stärker durch ein aktives Eventmarketing unterstützend tätig werden, um die verschiedenen kulturellen
Angebote besser zu koordinieren.
Das Theater bietet ein viel beachtetes Programm auf hohem Niveau. Durch die von uns befürwortete Theatersanierung werden dem Haus am traditionellen Standort zukünftig neue Inszenierungsarten erschlossen. Die Sanierungsphase bietet Chancen für neue, reizvolle Möglichkeiten, wie "Theater im Zelt" oder die Übertragung von besonderen Aufführungen auf Großbildleinwände. Letzteres könnte für die Zukunft ein Modell sein, das Theaterangebot auch für ein neues Publikum zu erschließen.
Die Musik- und Singschule und Jugendkunstschule werden weiter gefördert.
Das traditionelle Brauchtum trägt wesentlich zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt bei. Stadtteilfeste und die vielfältigen Veranstaltungen der einheimischen Vereine sind unverzichtbar für das gesellschaftliche Zusammenleben und die kulturelle Identität unserer Stadt. Hier gilt es, das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen zu stärken.
Das neue Konzept des Heidelberger Herbstes hat durch die Wiedereinbeziehung der örtlichen Vereine und der Gastronomie, wieder zu einer stärkeren Identifizierung unserer Bürgerinnen und Bürger mit unserem Stadtfest geführt.
Der barrierefreie Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen der Stadt muss für alle gewährleistet sein; obwohl hier schon viel erreicht wurde, sind dennoch an vielen Stellen Verbesserungen notwendig.
Die CDU begrüßt und unterstützt die Arbeit des Behindertenbeirates; sie ist ein entscheidender Baustein für die Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft und ein wichtiges Bindeglied sowie eine Koordinationsstelle für die gute ehrenamtliche Arbeit, die in diesem Bereich geleistet wird.
Integration
In Heidelberg leben viele
Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Die meisten
haben sich erfolgreich in unser gesellschaftliches Leben integriert.
Andere sind auf dem Weg und brauchen unsere Unterstützung, denn
der Fortbestand unserer Gesellschaft hängt zu großen Teilen
von Zuwanderung ab. Hierbei gilt es insbesondere, die Akzeptanz von
Zuwanderung in der einheimischen Bevölkerung zu stärken, denn
nur wer in der Gesellschaft akzeptiert ist, fühlt sich als ein
Teil von ihr.
Eine erfolgreiche Integration erfordert Kenntnis der deutschen Sprache sowie gleichberechtigte Teilhabe an den Bildungsmöglichkeiten, insbesondere aber Integrationsbereitschaft. Diese ist entscheidend, um Parallelgesellschaften zu verhindern. Hierbei sollen Migrantinnen und Migranten möglichst frühzeitig und vertrauensbildend angesprochen werden. Gerade die wichtigsten Zielgruppen, Jugendliche und junge Mütter, müssen für die weiteren Integrationsschritte motiviert werden. Hierbei gilt es ein attraktives Angebot an Integrationskursen und kulturellen Projekten zu schaffen. Integrationskurse, die über Sprache, Gesellschaft und Kultur unterrichten, können nur erfolgreich sein, wenn eine Kulturoffenheit gewährt ist.
Eine frühzeitige Sprachförderung muss bereits verpflichtend in den Kindertagesstätten einsetzen, denn bei Schulbeginn muss die deutsche Sprache beherrscht werden.
Heidelberg hat bereits ein gutes Angebot an Horten, Kindergärten
und Krippen. Das Angebot ist aber noch nicht ausreichend, um allen
jungen Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, die
Sicherheit zu geben, ihre Kinder gut und qualifiziert betreut zu wissen.Eine erfolgreiche Integration erfordert Kenntnis der deutschen Sprache sowie gleichberechtigte Teilhabe an den Bildungsmöglichkeiten, insbesondere aber Integrationsbereitschaft. Diese ist entscheidend, um Parallelgesellschaften zu verhindern. Hierbei sollen Migrantinnen und Migranten möglichst frühzeitig und vertrauensbildend angesprochen werden. Gerade die wichtigsten Zielgruppen, Jugendliche und junge Mütter, müssen für die weiteren Integrationsschritte motiviert werden. Hierbei gilt es ein attraktives Angebot an Integrationskursen und kulturellen Projekten zu schaffen. Integrationskurse, die über Sprache, Gesellschaft und Kultur unterrichten, können nur erfolgreich sein, wenn eine Kulturoffenheit gewährt ist.
Eine frühzeitige Sprachförderung muss bereits verpflichtend in den Kindertagesstätten einsetzen, denn bei Schulbeginn muss die deutsche Sprache beherrscht werden.
Kinderbetreuung
Insbesondere die Betreuung während der Ferienzeiten muss hier ausgebaut werden. Wir wollen, dass alle Kindertagesstätten einen hohen Standard aufweisen und unterstützen weiter deren Ausbau und die Modernisierung dieser Einrichtungen.
Für den Übergang in die Schule ist die Sprachförderung in der Krippe und im Kindergarten von eminenter Bedeutung. Um allen Kindern gleich gute Chancen für den Schuleinstieg zu ermöglichen, soll das letzte Kindergartenjahr verstärkt auf die Grundschule vorbereiten.
Schulen
Heidelbergs Schulen genießen einen guten Ruf. Damit dies so bleibt, muss die Entwicklung zu Ganztagsschulen, die sich bereits abzeichnet und an den Gymnasien durch die achtjährige Schulzeit gefördert wird, in Abstimmung mit den Eltern auf hohem qualitativen Niveau ausgebaut werden. Das Angebot sollte dem Bedarf entsprechen.Die ganztägige Angebotsschule soll für alle Jahrgangsstufen gelten. Dazu zählt die Verlässlichkeit des Schulunterrichts, der weitere Ausbau der Betreuungsanbote, die Zusammenarbeit mit unseren Vereinen und Ausbildungsbetrieben genauso wie der baulich und optisch einwandfreie Zustand und eine Ausstattung, die den Anforderungen an eine moderne Schule gerecht wird.
Auch die in Heidelberg vorhandenen Privatschulen sind von hervorragender Qualität und verdienen weiterhin unsere Förderung.
Die beruflichen Schulen und die unterschiedlichen Einrichtungen zur beruflichen Weiterbildung erfüllen wichtige Aufgaben und leisten wertvolle Beiträge zur Qualifizierung unserer Auszubildenden. Um den Jugendlichen in Heidelberg optimale Berufschancen zu eröffnen, muss die Stadt die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben verstärken, damit ausreichend Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen
angeboten werden können.
Hochschule und Forschungseinrichtungen
Heidelberg genießt einen Weltruf als Wissenschafts- und Bildungsstadt. Unsere Universität zählt zu den besten Europas und ist eine der Eliteuniversitäten in Deutschland.Um Heidelberg weiterhin als Wissenschaftsstandort zu sichern und auszubauen, muss die Kommunalpolitik gute Rahmenbedingungen für die universitären Einrichtungen, Hochschulen und Forschungsstätten schaffen.
Hierzu zählen vor allem Ausbaumöglichkeiten auf dem Universitätsgelände, um genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, die weitere Förderung des Semestertickets und die Schaffung einer guten Verkehrsinfrastruktur, die Jobbörse, Vergünstigungen für Studenten in den städtischen Einrichtungen und die kommunale Unterstützung der Betreuungseinrichtungen für Kinder.
Umwelt und Natur
Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil christlich-demokratischer Politik. Wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine Welt bewahren und hinterlassen, die auch morgen noch lebenswert ist. Der maßvolle Umgang mit Flächen und der sparsame Ressourcenverbrauch ist dabei ein wichtiges Ziel.Daher setzt sich die CDU dafür ein, dass Heidelberg seinen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele und der CO2-Reduktion leistet. Die effiziente Sanierung städtischer Gebäude ist vorbildlich für den schonenden Umgang mit Energie.
Sanierungsmaßnahmen schonen nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch Geld. Wir setzen uns deshalb für eine konsequente Fortführung dieser Maßnahmen ein.
Zudem wollen wir einen attraktiveren Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV), der den Umstieg vom Auto auf Bus und Schiene erleichtert. Dieser Umstieg kann aber nur freiwillig geschehen und muss durch ein gutes Angebot gefördert werden.
Den Heidelberger Wald wollen wir mit seinem ökologischen Nutzen und als Erholungsraum erhalten und schützen. Die landwirtschaftlichen Betriebe und die Kleingärtner nehmen eine wichtige Funktion für das ökologische Gleichgewicht, aber auch für die Nahversorgung, mit frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln in Heidelberg wahr. Daher müssen diese Flächen geschützt werden.
Die Menschen haben ein Recht darauf, vor zu hohen Lärmwerten geschützt zu werden. Das Land Baden Württemberg erstellt deshalb Lärmkarten, auch für die Stadt Heidelberg. Wir werden verantwortungsvoll mit dem Ergebnis umgehen und dieses in unsere Arbeit einfließen lassen.
Wir stehen für den Erhalt zentraler Grünflächen in dicht besiedelten Stadtteilen. Sie dienen nicht nur als grüne Lunge, sondern tragen wesentlich zu einem angenehmen Wohnumfeld bei. Auch muss die Pflege der öffentlichen Grünflächen und des
Straßenraums verbessert werden.
Die CDU setzt sich für einen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Erwerb und Einsatz von Energie ein. Die Förderung und der Einsatz von erneuerbaren Energien soll Vorrang haben. Konkret stehen wir für die Versorgung von Neubaugebieten mit Fernwärme und die Umsetzung des Passivhauskonzeptes sowie eine weitere Förderung von Fahrzeugen mit alternativen Energien.
Stadtentwicklung und Wohnen
Die städtebauliche Entwicklung Heidelbergs verlangt besondere Verantwortung. Das von der Flusslandschaft und der kurpfälzischen Geschichte geprägte einzigartige Stadtbild muss erhalten bleiben. Aus ihm schöpft Heidelberg seine touristische Weltgeltung. Bewahrung bedeutet aber nicht Stillstand. Wir verwalten kein Freilichtmuseum, sondern leben in einer modernen und selbstbewussten Universitätsstadt.Entsprechend verdienen die Gestaltungsmaßnahmen Vorrang, die entweder das historische Stadtbild stärken oder den Charakter der Wissenschaftsstadt Heidelberg kräftigen.
Zur ersten Gruppe gehören die Umsetzung des Projekts „Stadt am Fluss“ mit dem Neckarufertunnel für die B 37 und die Belebung der Altstadt durch hochwertige innerstädtische Einzelhandelsflächen, sowie durch die Aufwertung der Seitenstraßen zur Hauptstraße.
Zur zweiten Gruppe zählen der Bau eines Tagungszentrums in angemessener Größe, die Bereitstellung von Gelände für wissenschaftliche Institute, z.B. in Neuenheim und der Bahnstadt und die verkehrsmäßig optimale Verknüpfung der Universitätseinrichtungen.
Neben der Heidelberg prägenden Altstadt dürfen die anderen Stadtteile nicht vernachlässigt werden. Sie haben, teilweise über Jahrhunderte der Eigenständigkeit hinweg, typische Charaktere ausgebildet, die sie liebenswert machen und die nicht vernachlässigt werden dürfen. Innerhalb dieses Rahmens ist durch gezielte Maßnahmen die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Wohnungssituation besonders für junge Familien zu erleichtern. Überall ist konsequent auf die Sauberkeit und Pflege der Grünanlagen und der Verkehrswege zu achten.
An der Lage Heidelbergs erkennt man deutlich, dass „Fläche“ ein wertvolles Gut ist, mit dem man vorausschauend und sparsam umgehen muss. Letzte zusammenhängende Agrarflächen, wie z.B. das Handschuhsheimer Feld, verdienen besonderen Schutz.
Entsprechend darf das „Bauen auf der grünen Wiese“ nur noch in begründeten Ausnahmefällen unterstützt werden.
Stattdessen sind z. B. innerstädtische Brachflächen sinnvoll zu erschließen. Ein besonderes Augenmerk muss deshalb gelegt werden auf die Entwicklung der Bahnstadt mit den drei Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten und Forschen sowie die Aufwertung Bergheims nach dem Auszug der Kliniken durch hochwertige Einzelhandelsflächen und durch Wohnungen.
Sofern die amerikanischen Streitkräfte durch Verlagerungen Wohnraum freigeben, muss deren reibungslose Übernahme gewährleistet sein.
Handel, Handwerk, Gewerbe und Mittelstand
Dinge des täglichen Bedarfs müssen dezentral in jedem Stadtteil erhältlich sein.Unsere Stadtteilmittelpunkte müssen als funktionierende Nahversorgungszentren fungieren können. Die CDU setzt sich daher für den Erhalt unserer Stadtteilmittelpunkte als Nahversorgungszentren ein.
Die Attraktivität Heidelbergs als Einkaufsstandort muss gesteigert werden. Zur Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels sind in der Kernaltstadt zusätzliche Flächen für attraktive Handelshäuser insbesondere aus dem Textilbereich nötig. Nur dadurch kann der beginnende Abwärtstrend hin zu Ramsch-Läden und Schnellimbissen aufgehalten werden. Heidelberg muss mit seiner einzigartigen Aufenthaltsqualität wieder als Oberzentrum für den mittelständischen Facheinzelhandel in der Region wahrgenommen werden. Neben einem aktiven City- Management, fordert die CDU die Einrichtung eines Parkleitsystems, niedrigere Parkgebühren und die Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Sauberkeit der Stadt.
Heidelberg hat nicht nur einen exzellenten Ruf als Wissenschafts- und Tourismus-Metropole, sondern ist auch ein wichtiger Kultur- und Wirtschaftsstandort. Viele Festivals und Kongresse haben sich in unserer Stadt bereits etabliert. Zum Erhalt und zum weiteren Ausbau dieser wichtigen Bereiche benötigt Heidelberg ein modernes Konferenzzentrum mit ausreichender Kapazität.
Für Heidelberg ist es von besonderer Bedeutung ein günstiges Wirtschaftsklima zu gestalten. Hierbei muss die Zusammenarbeit mit den Verbänden der Wirtschaft und den Vertretern von Handel und Handwerk, aber insbesondere auch mit der Universität und deren Netzwerken verbessert werden. Wirtschaftskonferenzen, Branchentreffen und Technologiepark-Forum bieten gute Ansätze, sollten aber durch attraktivere Plattformen verbessert werden. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf eine funktionierende Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu legen.
Eine Expansion bestehender Wirtschaftsbetriebe oder die Ansiedelung neuer Unternehmen ist nur möglich, wenn genügend Gewerbeflächen zur Verfügung stehen.
Die CDU setzt sich dafür ein, dass die Erweiterungen der Technologieparks und das Gewerbeflächenentwicklungskonzept zügig umgesetzt werden. Auch bei der Entwicklung der Bahnstadt sind ausreichend Gewerbeflächen vorzusehen.
Gastronomie und Tourismus
Die Gastronomie sowie die Hotellerie und der Einzelhandel sind ein Aushängeschild Heidelbergs. Viele Touristen und Besucher aus dem Umland werden neben den historischen Sehenswürdigkeiten und dem kulturellen Angebot, das Heidelberg zu bieten hat, durch das bunte Altstadtleben mit seinen Kneipen, Bars, Restaurants und den kleinen Geschäften angezogen.Um dies weiterhin zu erhalten, sind neue Konzepte der Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Stadtverwaltung notwendig. Neben einem Image– und Bewusstseinswandel müssen unbedingt neue Strukturen geschaffen werden, innerhalb derer junge Unternehmer mit pfiffigen und modernen Geschäftsideen diese in der Heidelberger Altstadt verwirklichen und umsetzen können.
Damit Heidelberg weiterhin einer der bekanntesten touristischen Anziehungspunkte in Europa bleibt, muss neben einem modernen Kongressmarketing vor allem die Aufenthaltsqualität in der Altstadt und am Schloss angehoben werden.
Neben dem Konzept "Stadt am Fluss" sind eine Verbesserung des Erscheinungsbildes der Schlossgärten, inklusive Toilettenanlagen und eine bessere Erreichbarkeit des Schlosses, z.B. durch ein Kombiticket (Öffentlicher-Personen-Nahverkehr und Bergbahn mit Schlosseintritt), aber auch Parkplätze notwendig.
Sicherheit
Wir stehen für ein lebenswertes und sicheres Heidelberg. Den beunruhigenden Entwicklungen in den Bereichen Jugendkriminalität und Randale muss gegengesteuert werden. Hierzu gehören neben einer Ausweitung der Kontrollen durch Polizei und Gemeindevollzugsdienst, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Ordnungskräften, sowie die Förderung von Projekten und Programmen zur Stärkung der Zivilcourage.Die CDU fordert eine Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten. Zudem soll gemeinsam mit den Betreibern des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) geprüft werden, ob eine Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln realisierbar ist und in wieweit damit die Sicherheit der Fahrgäste erhöht werden kann.
Die CDU steht für die Beseitigung von Angsträumen. Hierzu sind Straßen, Plätze und Haltestellen ausreichend auszuleuchten und übersichtlich zu gestalten.
Wichtig dabei ist auch, dass die Stadt dafür Sorge trägt, dass auf Straßen und Plätzen Sauberkeit herrscht, die auch optisch zum Sicherheitsgefühl beiträgt.
Verkehr
Der weitere Ausbau und die intelligente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur unserer Stadt ist eine zentrale Forderung der CDU, deshalb muss der Verkehrsfluss so effektiv wie möglich abgewickelt werden.) Dabei kommt dem weiteren Ausbau des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs und einer optimierten Verknüpfung aller Verkehrssysteme, eine zentrale Rolle zu. Es müssen dabei grundsätzlich ein Miteinander und die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet sein.Fußgänger – ob groß oder klein – nehmen eine schwache Position im Straßenverkehr ein. Ihre Sicherheit ist uns wichtig; es ist deshalb auch eine Entflechtung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs an zu streben.
Um die Umweltbelastungen durch den Verkehr konsequent zu verringern, ist dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in den Bereichen, in denen es sinnvoll ist, der Vorrang einzuräumen.
Um den Umstieg zum Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu erleichtern, fordern wir bessere Park & Ride Möglichkeiten, auch an den Bahnhöfen und S-Bahn Haltepunkten, sowie die Erweiterung des Straßenbahnnetzes durch Linien in das Neuenheimer Feld und in die Bahnstadt. Auch die Schaffung einer attraktiven Busverbindung zwischen den Stadtteilen Rohrbach, Kirchheim und Pfaffengrund ist notwendig. Eine bessere Vertaktung der Linien und die Einführung eines preisgünstigen Stadtteiltickets für Kurzstrecken in allen Stadtteilen sind wichtig, um die Attraktivität des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) auch in den Randzonen zu fördern. Als zentrale Umsteigepunkte sind die Platzsituationen und die Umsteigebeziehungen am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof zu optimieren.
Trotz aller Optimierung des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) kann doch nicht jede Fahrt mit Bus oder Bahn abgewickelt werden. Ein wichtiges Verkehrsmittel wird deshalb auch in Zukunft das Auto bleiben. Die einseitige ideologisch geprägte Verkehrspolitik der Vergangenheit muss ein Ende haben. Darüber hinaus kosten Staus Zeit und Geld. Sie schaden der Umwelt und unserer Gesundheit.
Flüssiger Verkehr auf den Durchgangsstraßen entlastet die Wohngebiete vom Schleichverkehr und senkt die Geräusch- und Abgasbelastung auf den Durchgangsstraßen selbst.
Wir befürworten deshalb schnelle Nord-Süd und Ost-West Verbindungen und die Schaltung von Grünen Wellen speziell auf diesen Strecken. Insbesondere sind die Einfahrten nach Heidelberg (z.B. die Optimierung der Berliner Straße) flüssiger zu gestalten. Wir verfolgen mittelfristig den Plan einer fünften Neckarquerung zwischen Wieblingen und dem Neuenheimer Feld. Kreisverkehre sind da, wo es sinnvoll ist, einzurichten. Bushaltebuchten fördern Sicherheit und Verkehrsfluss und werden, wo möglich, wieder hergestellt.
Wir fordern weiter die Optimierung des Ampel-Aus-Programms zu verkehrsschwachen Zeiten und bauen weiter verstärkt auf die Einrichtung des Grünen Pfeils.
Auch stehen wir für den Bau weiterer Tiefgaragen an geeigneten Stellen, um das Parkplatzproblem, gerade auch in der Innenstadt, zu entschärfen.
Die Sicherheit im Bereich von Schulen, Schulwegen, Kindergärten und Altenheimen muss durch entsprechende verkehrslenkende Maßnahmen hergestellt und gewährleistet sein.
Wir wollen die Direktanbindung des Rohrbacher Gewerbegebiets an die B535/L600, um damit einerseits Rohrbach vom Verkehr zu entlasten und andererseits die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets zu erleichtern.
Als vordringliche Maßnahme muss die Anbindung des Neuenheimer Feldes konsequent verbessert werden. Allein mit dem Ausbau des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in diesem Bereich ist das zukünftig wachsende Verkehrsaufkommen ins Neuenheimer Feld nicht zu bewältigen. Die Entflechtung der Kreuzungssituationen und der durchgängige 4-spurige Ausbau der Strecke über die Ernst-Walz-Brücke bis zur Berliner Straße muss schnellstmöglich umgesetzt werden.
Die Verlegung der B37 in einen Neckarufertunnel befürworten wir ausdrücklich.
Wir befürworten den weiteren Ausbau und die Optimierung des bestehenden Fahrradwegenetzes in Heidelberg und den Bau eines bewachten Fahrradparkhauses am Hauptbahnhof. Das wilde Abstellen von Fahrrädern auf dem Bahnhofsvorplatz muss dafür unterbunden und der Platz wieder attraktiv als Eingangstor von Heidelberg gestaltet werden.
Ehrenamt, Vereine und Sport
Ehrenamtliches Engagement ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft eine tragende Säule. Ihm gebührt besondere Anerkennung und Förderung, dabei müssen insbesondere unsere Bezirksbeiräte, Stadtteilvereine, Kinderbeauftragten und die Vereinsvorstände, stärker in die politische Arbeit der Stadt eingebunden werden. Der Jugendgemeinderat hat sich bereits hervorragend bewährt und verdient unsere Anerkennung.Wir möchten zukünftig mehr Angebote an Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen für unsere ehrenamtlich Tätigen durchsetzen. Dabei sollen die im Ehrenamt erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen durch Zertifikate Anerkennung finden und das Angebot besser durch die Stadt koordiniert werden. Dies kann zum Beispiel durch die Einführung eines „Ehrenamtspasses“ erreicht werden.
Vereine und ehrenamtlich Tätige müssen bei der Umsetzung ihrer Aktivitäten von finanziellen und bürokratischen Erschwernissen entlastet werden. Hier sollte eine zentrale Anlaufstelle in der Stadtverwaltung aufgebaut werden und ein eindeutiger Vorrang für die im Stadtteil aktiven Vereine bei der Vergabe von Hallen und Räumlichkeiten gewährt werden.
Sportliche Betätigung dient nicht nur der Erhaltung der Gesundheit, sondern hat darüber hinaus wichtige persönlichkeitsprägende, gemeinschaftsbildende und integrative Funktionen, insbesondere auch für Migranten. Das Rückgrat bilden hierbei die zahlreichen Sportvereine mit ihren tausenden von Mitgliedern. Diesen müssen nicht nur attraktive Sportstätten gestellt werden, sondern auch genügend Fördergelder bereit gehalten werden, damit sie ihre Vereinssportstätten pflegen und instand halten können.
Die Zusammenarbeit der Vereine mit den Schulen soll verbessert werden. Heidelberg hat in vielen Bereichen Spitzenathleten, die durch ihre herausragenden Leistungen überregionale Bekanntheit erreicht haben. Sie sind damit Ansporn und Vorbild für die Jugend und den Breitensport. Eine gezielte Förderung für den Nachwuchs auch im Leistungssport ist daher genauso notwendig wie die allgemeine Jugendsportförderung.
Kultur
Heidelberg ist als Stadt der Romantik weltberühmt. Es gilt dieses Markenzeichen weiter zu pflegen.Darüber hinaus hat sich in Heidelberg, neben dem hervorragenden traditionellen Angebot, eine Vielfalt an attraktiven, kleineren kulturellen Einrichtungen etabliert.
Um dies zu erhalten und innovativen Projekten mehr Chancen zu geben, streben wir neben der kommunalen Projektförderung mehr Partnerschaften mit der Wirtschaft im Rahmen eines Kultursponsorings an.
Hier haben sich bereits viele überregional beachtete Veranstaltungen wie der Heidelberger Frühling, Enjoy Jazz, Filmfestspiele, Heidelberger Literaturtage und nicht zuletzt unsere Schlossfestspiele einen guten Ruf geschaffen. Diese gilt es zu erhalten und weiter zu entwickeln. Auch sollte die Stadt zukünftig stärker durch ein aktives Eventmarketing unterstützend tätig werden, um die verschiedenen kulturellen
Angebote besser zu koordinieren.
Das Theater bietet ein viel beachtetes Programm auf hohem Niveau. Durch die von uns befürwortete Theatersanierung werden dem Haus am traditionellen Standort zukünftig neue Inszenierungsarten erschlossen. Die Sanierungsphase bietet Chancen für neue, reizvolle Möglichkeiten, wie "Theater im Zelt" oder die Übertragung von besonderen Aufführungen auf Großbildleinwände. Letzteres könnte für die Zukunft ein Modell sein, das Theaterangebot auch für ein neues Publikum zu erschließen.
Die Musik- und Singschule und Jugendkunstschule werden weiter gefördert.
Das traditionelle Brauchtum trägt wesentlich zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt bei. Stadtteilfeste und die vielfältigen Veranstaltungen der einheimischen Vereine sind unverzichtbar für das gesellschaftliche Zusammenleben und die kulturelle Identität unserer Stadt. Hier gilt es, das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen zu stärken.
Das neue Konzept des Heidelberger Herbstes hat durch die Wiedereinbeziehung der örtlichen Vereine und der Gastronomie, wieder zu einer stärkeren Identifizierung unserer Bürgerinnen und Bürger mit unserem Stadtfest geführt.